Ich muss mich gerade nicht weiterbringen
Ich dachte immer, ein Ende müsste etwas klären.
Zusammenfassen. Abrunden. Vielleicht sogar motivieren.
Doch als ich zurückblickte auf all die Gedanken über Stress, Erschöpfung, innere Ansprüche und dieses ständige Funktionieren,
merkte ich:
Ich bin nicht an einem Punkt angekommen, an dem ich weitergehen muss, will, kann.
Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich bleiben möchte.
Wie in diesem herrlich provokanten Buchtitel von Rebecca Niazi-Shahabi:
Ich bleib so scheiße wie ich bin.
Für den Augenblick jedenfalls.
Muss halt auch mal reichen.
Nicht alles, was bewusst wird, verlangt nach Veränderung
Wir leben in einer Welt, in der Erkenntnis sofort in Handlung übersetzt wird.
Man versteht etwas – und soll es dann bitte auch umsetzen.
Doch manches Verstehen ist kein Startsignal, sondern ein Ankommen.
Ich kann einen Marathon nicht finishen, wenn ich nicht mal am Start stehe, um loszulaufen.
Was wir häufig erwarten, ist der finale Schritt über die Ziel-Linie - jetzt gleich!
Wir haben aber noch nicht mal die Laufschuhe an.
Worum geht es also:
Zu merken, dass man müde ist.
Dass etwas zu viel war.
Dass man lange funktioniert hat.
Und glaub mir, das allein ist bereits Bewegung gewesen.
Viel zu viel Bewegung.
Der Wunsch, sich selbst in Ruhe zu lassen
Vielleicht muss ich mich gerade nicht optimieren, nicht sortieren, neu ausrichten
Ich behaupte, ich muss mich nicht einmal verstehen.
Vielleicht darf ich mich einfach eine Weile in Ruhe lassen.
Mich sozusagen selbst am A**** .... nun, Ihr wisst schon.
Mit all den offenen Fragen und all den Unschärfen im eigenen Leben.
Mit diesem Gefühl, noch nicht zu wissen, wie es weitergeht.
"Es ist wie es ist [...]" sagte Gautama Siddharta.
Der Knabe hat sowas von recht gehabt.
Die Bedeutung dessen erschließt sich uns aber vermutlich oft erst,
wenn wir mutig genug sind, NICHTS zu unternehmen.
Wenn Stillstand sich plötzlich weich anfühlt
Lange hatte Stillstand für mich etwas Bedrohliches.
Als würde ich zurückfallen. Oder etwas verpassen.
Heute fühlt er sich anders an.
Nicht leer.
Eher weit. Da entsteht Freiheit und Platz für etwas, was erst noch kommt.
Es ist, als müsste ich mich gerade nicht weiterbringen, sondern die Seele ankommen lassen,
wo der (superschlaue!) Verstand schon ist.
Kein Fazit, kein Ausblick
Ich weiß nicht, was der nächste Schritt ist.
Und überraschenderweise macht mir das gerade nichts aus.
Nicht, weil alles gut ist. Ist es nicht.
Ich versinke im Umzugschaos und meine vorher so klaren Perspektiven verschwimmen vor meinen müden Augen.
Ich bin erschöpft und dunkle Augenringe auf zwei Beinen.
Dennoch dränge ich mich nicht (noch mehr), irgendetwas gut machen zu müssen.
Vielleicht ist das kein Ende.
Vielleicht ist es einfach nur ein Innehalten und ein "ruuuuhig, Brauner!"
Das, was so lange gefehlt hat.
Bei dir auch?
Hey,
bist du vielleicht auch an dem Punkt, an dem du merkst: "Vorwärts ist grad nicht drin bei mir."?
Vielleicht bist du noch nicht so ganz fein damit und spürst, dass du noch unter mehr oder weniger Druck etwas verbessern willst bei dir.
Doch ein Teil deines Systems sagt dir schon, dass es zu früh ist.
Wir haben diese Form der Entwicklung in der Regel nicht besonders gut gelernt, also den Dingen Zeit zu geben und Stati in unserem Leben auszuhalten.
Als Trainerin & Coach für mentale Gesundheit habe ich es mir zu Aufgabe gemacht, Menschen auch in diesen Phasen ihres Lebens zu begleiten und den Rahmen des Ankommens und Platzschaffens für Neues zu halten.
Das Human Design System, Mentaltraining und 1:1 Coaching mit systemischem Ansatz sind meine Methoden dafür.
Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Humor meine Gaben.
Wenn du dich hier bei Stress and the Stories aufgehoben gefühlt hast. lass uns gerne in Kontakt kommen und sehen, ob ich die richtige Begleitung für dich bin.
Ich freue mich auf dich.
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